PC SICHER ABSICHERN – MUSS ICH EIN VIERENSCHUTZ KAUFEN?

Früher musste man viel Geld in den Schutz seines Windows Rechners investieren. Heute rüstet Microsoft immer wieder neue Sicherheitsfunktionen in Windows 10 nach und hat auch eine eigene Security Suite namens Windows Defender an Bord.

Aus diesem Grund stellt sich die berechtigte Frage, ob die Antivirus Software eines anderen Anbieters noch notwendig ist?

Vierenschutz

Die gute Nachricht ist, Windows ist heute im Stande sich gegen die meisten Angriffe aus dem Netz selbständig zu wehren, viele der mächtigen Bordmittel müssen jedoch erst aktiviert und/oder konfiguriert werden.

Danach hat man jedoch nur noch wenig zu befürchten.

In den nachfolgende Ausführungen, gehe ich darauf ein, wie sie ihre Windows 10 Welt sicherer gestalten können.

Aus folgenden Gründen empfehle ich jenen, welche noch mit einem älteren Windows unterwegs sind, dringend über ein Upgrade nachzudenken.

  • Support von Microsoft an Windows 7 wird im Januar 2020 auslaufen. (Danach sind bedenkliche Sicherheitslücken im Betriebssystem vorprogrammiert.)
  • In Sache Sicherheit ist Windows 10 seinen Vorgängern weit voraus.
  • Im Moment ist ein Upgrade noch kostenlos.

Virenschutz ohne Wenn und Aber

Wenn man verschiedene Test unabhängiger Institute vergleicht, kommt man zum Schluss, dass der Virenschutz von Windows Defender, welcher bei der Installation von Windows 10 automatisch mit dabei ist, gleichauf mit kostenpflichtigen Produkte anderer Hersteller liegt.

Zudem ist dieser erfreulich unaufdringlich, da er gut im System integriert ist und seine Anschaffung nicht rechtfertigen muss. (Gratis)

Tipps und Tricks – Windows absichern


Virenschutz

Windows Defender
Ansicht Windows Defender

Um sicher zu gehen, ob Ihr Virenschutz aktiviert ist, sollten sie das Windows Defender Security Center besuchen.

    • Überprüfen sie, ob „Viren- & Bedrohungsschutz / Updates für Viren- & Bedrohungsschutz“ auf dem neusten Stand sind. (Grundlage für Schädlingserkennung)
    • Überprüfen sie, ob bei „Viren- & Bedrohungsschutz / Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz“, der Echtzeitschutz aktiviert ist. (Dateiüberprüfung wenn darauf zugegriffen wird.)
    • Zudem sollte hier der Cloudbasierte Schutz aktiviert werden. (Wenn der Vierenscanner sich nicht sicher ist, werden die Dateien in der Microsoft Cloud überprüft.)

Schutz vor Kryptotrojanern (Erpressungstrojaner)

Unter Viren- & Bedrohungsschutz ist zudem der Ransomware Schutz zu finden. Dieser sorgt dafür, dass bestimmte Verzeichnisse nur von Prozessen verändert werden dürfen, welche Microsoft für unbedenklich hält.

Geschützt sind standardmässig die von Windows erstellten Ordner „Dokumente“, „Fotos“, „Videos“, „Musik“ und „Desktop“.

Weitere Verzeichnisse können über den Plus-Knopf unter „geschützte Ordner“ hinzugefügt werden.


Smart Screen (Dateiüberprüfung)

In „App- & Browsersteuerung“ soll der Reputationscheck für Smart Screen aktiviert werden.

Hier sollen alle Schalter auf Warnen gestellt sein. Damit wird beim Ausführen von Dateien aus dem Internet immer zuerst der Reputationsdienst von Microsoft abgerufen.

Dieser überprüft vor dem Öffnen, ob die Datei als „gutartig“ bekannt ist.


Mehr Schutz schlummert unter der Oberfläche

Im Windows Defender gibt es noch weitere Optionen, welche nicht aber die Grafische Oberfläche erreichbar sind, es aber trotzdem Sinn macht sie zu aktivieren.


PUA (Erkennung potentiell unerwünschter Applikationen)

Powershell
Powershell

Hier handelt es sich um Software, welche nicht zwingend gefährlich ist, welche man aber trotzdem nicht

auf dem Rechner haben möchte. (z.B Adware – Programme, die in Computersysteme eindringen und unerwünschte Werbung einblenden)

So funktioniert`s:

Powershell mit Admin Rechten öffnen.

Befehl: Set-MpPreference -PUAProtection 1

Nun mit Enter bestätigen und den Rechner neu starten.


Netzwerkschutz

Eine weitere Funktion, welche nicht über die grafische Oberfläche erreichbar ist, ist der Netzwerkschutz. Ist dieser Schutz aktiv, blockiert er die Verbindung zu verdächtigen Geräten.

So funktioniert`s:

Powershell mit Admin Rechten öffnen.

Befehl: Set-MpPreference –EnableNetworkProtection Enabled

Nun mit Enter bestätigen und den Rechner neu starten.


Fazit

Richtig eingestellt und konfiguriert, sprechen wenige Gründe dafür auf Proprietäre Virenschutzlösung eines Fremdanbieters zu setzen.

 

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